Stellungnahme der EFBS zum Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Pm3-Weizenlinien

Die EFBS hat zu den Freisetzungsversuchen Stellung genommen. Sie kommt einstimmig zum Schluss, dass die beantragten Versuche ein geringes Risiko für Mensch und Umwelt darstellen und bewilligt werden können.

Die gentechnisch veränderten Weizenlinien enthalten verschiedene Pm3-Allele, die ihnen eine verbesserte Resistenz gegenüber Mehltau verleihen. Die Freisetzungsversuche finden in den Jahren 2014 - 2018 am geschützten Versuchsstandort – der sogenannten Protected Site – der Agroscope ART Reckenholz statt. Es ist eine Fortsetzung der Versuche, die in den Jahren 2008 - 2011 im Rahmen des NFP59 durchgeführt wurden. Damals wurden 12 verschiedene Pm3-Weizenlinien im Feld getestet (Pm3a-, Pm3b-,  Pm3c-, Pm3d-, Pm3f- und Pm3g-Weizenlinien).

Neu sind verschiedene Pm3e-Weizenlinien entwickelt worden, die im Labor und im Gewächshaus eine erhöhte Resistenz gegenüber Mehltau gezeigt haben und nun erstmals im Freiland getestet werden. Weiter werden vier Pm3-Weizenlinien untersucht, die durch Kreuzung verschiedene Kombinationen zweier Pm3-Allele enthalten, so genannte „stacked“ oder „gestapelte“ Linien.

Es handelt sich um Grundlagenforschung zur Resistenzbiologie von gentechnisch veränderten Weizenpflanzen. Untersucht wird unter anderem, ob die Wirkung der Resistenzgene umweltabhängig ist und welche Effekte die „gestapelten“ Pm3-Weizenlinien (mehrere Pm3-Allele) im Gegensatz zu den einfachen Linien (ein Pm3-Allel) haben.

In ihrer Stellungnahme äusserte sich die EFBS insbesondere zu den Sicherheitsmassnahmen, die den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt gewährleisten. Sie kam zum Schluss, dass die geplanten Freisetzungsversuche ein äussert geringes Risiko darstellen und stimmte der Durchführung der Versuche einstimmig zu.

Stellungnahme der EFBS vom 30. April 2013

Die Gesuche wurden am 28. Januar 2013 beim Bundesamt für Umwelt eingereicht und mit Verfügung vom 15. August 2013 mit verschiedenen Auflagen bewilligt.

Informationen des BAFU zum Freisetzungsgesuch

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Letztes Update: 19.09.2019

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