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Offenlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Dual Use Potenzial
Im Zusammenhang mit den Studien von der Gruppe um Ron Fouchier zur aerogenen Übertragbarkeit von H5N1 in Frettchen und der Kontroverse, ob solche Studien veröffentlicht werden dürfen oder nicht, hat sich die EFBS mit der Offenlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu pathogenen Organismen auseinandergesetzt. Die EFBS spricht sich für eine unzensierte Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus.
Reflexionen der EFBS zur Offenlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Dual Use Potenzial
Schlussbericht zum Monitoring-Programm 2008-2012 zur Überwachung von Auswirkungen des Streptomycin-Einsatzes zur Bekämpfung von Feuerbrand
Im Januar 2008 wurde in der Schweiz zum ersten Mal das Antibiotikum Streptomycin zur Behandlung von Feuerbrand in Obstplantagen zugelassen. Ähnliche Ausnahmebewilligungen werden seither jährlich erteilt, bis eine effiziente Alternativlösung gefunden wird. Die Verwendung von Streptomycin ist zeitlich beschränkt und an verschiedene Bedingungen geknüpft. So wird beispielsweise ein Monitoring durchgeführt. Aus Sicht der Eidgenössischen Fachkommission für biologische Sicherheit EFBS war es wichtig, dass neben Untersuchungen zur Resistenzentwicklung von Erwinia amylovora, dem Erreger von Feuerbrand, weitere Fragestellungen berücksichtigt wurden. Deshalb initiierte sie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bundesämtern und Forschungsanstalten sowie weiteren Experten ein multidisziplinäres Monitoringprojekt. Das Hauptziel dieses Projektes war die Gewinnung von Daten, die eine objektive Beurteilung der Risiken erlauben, die der Einsatz von Streptomycin mit sich bringen könnte.
Im Februar 2013 wurde der Schlussbericht verabschiedet. Er kann auf Anfrage bei der Geschäftsstelle bezogen werden.
Empfehlungen zur Einstufung von Tätigkeiten mit Prionen und zur Klassierung von BSE-Diagnostik
Die Empfehlungen der EFBS sollen Anwender bei der Einstufung von Tätigkeiten mit Prion-Genen und -Proteinen sowie bei der Klassierung von BSE-Diagnostik unterstützen. Sie zeigen zudem auf, welche Sicherheitsmassnahmen in geschlossenen Systemen benötigt werden. Beide Empfehlungen sind komplett überarbeitet worden.
Einstufung von Tätigkeiten mit Prionen
Klassierung von BSE-Diagnostik
Medienmitteilung Grüne Gentechnologie, 15. November 2012
In der Wintersession berät der Ständerat voraussichtlich über die Verlängerung des Gentech-Moratoriums für weitere drei Jahre. Der Nationalrat hatte diese bereits am 26. September 2012 beschlossen. Damit könnte der kommerzielle Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz weiterhin verboten bleiben. Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob gentechnisch veränderte Pflanzen für Mensch, Tier und Umwelt sicher sind oder nicht. Die Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit kommt einstimmig zum Schluss, dass die zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen sicher sind.
Präsentationen des 3. Swiss Microbial Safety Meeting
Eine grosse Anzahl von Mikrobiologen beschäftigt sich nebst ihrer Forschungstätigkeit mit Fragen der Biosicherheit. Ein Informationsaustausch zwischen den Forschern und Spezialisten der Biosicherheit ist deshalb weiterhin erforderlich. Das diesjährige Meeting hat am 14. und 15. Januar 2013 an der EPFL in Lausanne stattgefunden. Die Präsentationen können heruntergeladen werden. Präsentationen und weitere Informationen

Recommendations on the classification of activities using prions and of BSE diagnostics
The SECB's Recommendations are intended to help users to classify activities using prion genes and prion proteins, and to classify BSE diagnostics. They also indicate which safety measures are needed when working in contained systems. Both Recommendations have been completely revised.
Classification of activities using prions
Classification of BSE diagnostics
Empfehlung zu Arbeiten an Standorten mit potentieller Anthraxsporen-Kontamination
Die Empfehlung der EFBS richtet sich an Baufirmen, Altlastenbüros, Analytiklabors und weitere Unternehmen, die an möglicherweise mit Anthraxsporen kontaminierten Standorten tätig sind, und an die für solche Arbeitsbereiche zuständigen kantonalen Vollzugsstellen. Mögliche kontaminierte Standorte sind insbesondere ehemalige Gerbereien oder Wasenmeistereien (Tierkadaverdeponien). Die Empfehlung liefert Informationen zu nötigen Abklärungen, die durchzuführen sind und zu Schutzmassnahmen für die Arbeitnehmenden.
Tätigkeitsbericht 2008-2011
Der Tätigkeitsbericht der EFBS über die Legislaturperiode 2008-2011 wurde publiziert.
Empfehlungen zum Unterhalt von Laboratorien und Anlagen der Biosicherheitsstufen 2 und 3
Für den Unterhalt von Laboratorien und Anlagen der Biosicherheitsstufen 2 und 3 (Human-, Tier- und Pflanzenbereich) fehlten in der Schweiz bisher einheitliche Anweisungen. Um diese Lücke zu schliessen, hat die EFBS in Zusammenarbeit mit externen Experten ein Unterhaltshandbuch für diese Laboratorien und Anlagen erarbeitet. Die Empfehlungen richten sich an die Biosicherheitsbeauftragten sowie an Fachleute, die für den Unterhalt zuständig sind.
Unterhaltshandbuch BSL-2- und BSL-3-Labore
→ Anhang 1 zum Unterhaltshandbuch
Rücktritte verschiedener EFBS-Mitglieder und Neuwahlen
Mit dem Ende der Legislaturperiode verabschieden wir uns von mehreren Mitgliedern der EFBS. Wir danken Angelika Hilbeck, Philipp Hübner, Andreas Lang, Beatrice Lanzrein, Paul Mäder, Barbara Oppliger, Doris Rentsch und Peter Stamp ganz herzlich für ihre unermüdliche Arbeit und ihr grosses Engagement für die EFBS.
Der Bundesrat hat per 1. Januar 2012 folgende Mitglieder neu in die Kommission gewählt: Dirk Dobbelaere, Eric Dumermuth, Urs Klemm, Brigitte Mauch-Mani, Monika Maurhofer, Kathrin Mühlemann († 01.11.2012) und Nicola Schoenenberger. Per 1. Januar 2013 wurde auch noch Matthias Meier neu gewählt. Wir heissen die neuen Mitglieder in der EFBS willkommen und wünschen ihnen viel Freude und Erfolg bei dieser wichtigen Tätigkeit.
Die Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit (EFBS) ist eine ständige Verwaltungskommission des Bundes. Sie berät den Bundesrat, die Bundesämter sowie kantonale Behörden.
Die EFBS gibt Stellungnahmen ab zu Bewilligungsgesuchen und veröffentlicht Empfehlungen für den Umgang mit gentechnisch veränderten oder pathogenen Organismen.
Geschlossene Systeme (Laboratorien, Gewächshäuser...) mit pathogenen oder gentechnisch veränderten Organismen | Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Organismen (Weizen, Mais, Kartoffeln) |
Inverkehrbringen (Verkauf, Handel, Einfuhr...) pathogener oder gentechnisch veränderter Organismen | Gentherapie am Menschen (in vivo und ex vivo Gentherapie-Versuche) |
Transport, import, export (Englisch) - Praktische Anweisungen für Transport, Import und Export biologischer Substanzen | |